Schwimmbadfilter – Filterlaufzeit, Betriebsweise, Beckendurchströmung
Die Filtration dient zur mechanischen Reinigung des Schwimmbeckenwassers.
Alle sichtbaren und fast sichtbaren Verschmutzstoffe werden auf der Filterbettoberfläche und zum Teil auch in der Tiefe des Filterbettes von Sand- und Mehrschichtfiltern zurückgehalten.
Damit die Filteranlage ihrer Funktion gerecht werden kann, ist die Durchströmung des Beckens mittels Oberflächenabsauger, Bodenauslauf und Einlaufdüsen so zu gestalten, dass der Schmutz zur Filteranlage gelangt, in Bezug auf Durchströmung kaum Totzonen entstehen und Wasserwalzen vermieden werden.
Die Filteranlage ist auf die Beckengröße abzustimmen, zwei Beckeninhalte sollten ca. in 8 bis 10 Std. von der Filterpumpe gefördert werden. Auf die Förderleistung der Filterpumpe ist wiederum der Filterbehälter auszulegen. Dieser sollte für einigermaßen ordentliche Filtration und gleichfalls funktionierender Filterrückspülung mit ca. 50 m/h in beiden Betriebszuständen durchströmt werden.
Dies ergibt als Richtlinie: Sandfilter d 400, ca. 7 bis 8 m³/h bis 25 m³ Beckeninhalt ( bei geringem Schmutzeintrag auch bis ca. 30 m³ geeignet ), Sandfilter d 500, ca. 10 bis 12 m³/h von ca. 30 bis ca. 60 m³ Beckeninhalt, Sandfilter d 600, ca. 13 m³/h für ca. bis 90 m³ Beckeninhalt.
Filterlaufzeit – oft angefragt:
Was man an Stromkosten ins Becken steckt, spart man an Chemikalien.
Chemikalien müssen im Becken verteilt werden / wirken können - auch im Ruhebetrieb ohne Badende. Je wärmer das Wasser, desto intensiver ist zu filtern, bei warmen Wasser entwickeln / vermehren sich Keime weitaus schneller.
Die Richtlinie für die Filterlaufzeit sollte ca. 1/2 der Beckenwassertemperatur in Stunden gewählt werden, über 22 / 23°C sind diese mit 30 bis 50% zu beaufschlagen.
Man muss das nicht machen, - ist lediglich die logische Konsequenz auf das was im Beckenwasser passiert und wird aus Fachkreisen unserer Branche bestätigt. Vieles sieht man ohne Mikroskop nicht, das Wasser sieht sauber und klar aus, der Filter ist der "Mülleimer" des Schwimmbades, wird dieser nicht mit Chemikalien durchströmt... - man kann es erahnen.
Filter rückspülen:
Mindestens 1 x je Woche ist der Sandfilter anhaltend über 3 bis 5 min rückzuspülen. Dabei wird das Filterbett angehoben, die Steine reiben aneinander, Schmutz löst sich.
Beim Nachfüllen der Rückspülverluste mit Frischwasser erreicht man die notwendige Frischwasserrate fürs Becken von 3 bis 5 % zum verdünnen nicht filtrierbarer Stoffe.
Kartuschenfilter bei kleinen Becken:
Die Hinweise für Sandfilter gelten auch hier im wesentlichen. Neben der Reinigung der Filterkartusche wird aber oft die zwingend notwendige wöchentliche Frischwasserrate in der Badesaison vergessen.